Silvesterbräuche in Europa – Wie feiert man Silvester in Spanien, Italien, Tschechien und Co.?

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ilvester – man liebt oder hast es. Egal, welchem Team Du angehörst, sicher ist, dass diese Nacht das alte Jahr beschließt und das neue eröffnet. 365 Tage Ungewissheit liegen vor uns, da tut man schon alles, um das Glück von Anfang an auf seiner Seite zu haben. Wir haben die spannendsten Silvesterbräuche zusammengefasst.

 

Italien: Amore, amore – rote Unterwäsche an Silvester

Bella Italia macht seinem Namen alle Ehre. Die Italiener werden ihrem Ruf als Romantiker gerecht, denn die wohl bekannteste Silvestertradition besagt, dass das Tragen roter Unterwäsche in der Silvesternacht, das Liebesglück für das kommende Jahr prophezeit. Ob dieser Brauch nur auf italienischem Boden funktioniert ist nicht bekannt; es kann also nicht schaden, die rote Unterwäsche für den Silvesterabend zurecht zu legen.

 

Spanien: Trauben essen für Fortgeschrittene

Entspannt Tapas essen mit hochwertigem Wein und katalanischer Musik? Nix da. In Spanien dreht sich um Mitternacht alles nur im die Weintraube und das Talent, zwölf der fruchtigen Beeren in den Mund zu bekommen. Die Herausforderung liegt darin, die Zeit im Blick zu behalten. Das neue Jahr startet also direkt mit einem Test, den es zu bestehen gilt.

Zwölf Glockenschläge um Mitternacht sind die Basis dieses Silvesterbrauchs. In Massen tummeln sich die Spanier kurz vor Mitternacht am großen madrilenischen Platz Puerta del Sol. Dort ertönen zu Mitternacht zwölf Schläge. Zu jedem dieser Glockenschläge wird eine Weintraube verdrückt – leichter gesagt, als getan. Diese Challenge fordert einen gleich zu Beginn des neuen Jahres. Doch wenn die Trauben innerhalb des Zeitfensters verputzt worden sind, ist durchatmen angesagt, denn der Brauch besagt, dass eine erfolgreiche Weinernte – symbolisch für Glück und Wohlstand – bevorsteht.

 

Deutschland: Blei gießen und die Zukunft sehen

Vermutlich, weil die ungewisse Zukunft die Menschen schon immer verunsichert hat, hat sich die Tradition des Bleigießens etabliert. Vor allem in Deutschland gehörte der Brauch zu jedem geselligen Silvesterfest einfach dazu. Doch damit ist jetzt Schluss. Aufgrund der Schäden für Gesundheit und Umwelt, gehört das traditionelle Bleigießen nun der Vergangenheit an. Wer den Blick in die Zukunft dennoch nicht missen möchte, sollte auf die Alternativen Wachs- oder Zinngießen zurückgreifen.

Wachs oder Zinn wird auf einem kleinen Löffelchen über einer Flamme geschmolzen und dann mit dem richtigen Schwung in kaltes Wasser gegossen. Die Figur, die sich durch diese Schockstarre des geschmolzenen Materials ergibt, lässt auf Gegebenheiten in der Zukunft schließen. Der Interpretationsspielraum der meist schrägen Figuren, sorgt für reichlich Gesprächsstoff und Freude an so mancher Silvestertafel.

 

Tschechien: Apfel-Orakel

Ein weitaus gesünderer Weg ins neue Jahr zu blicken, ist bei den Tschechen ganz hoch im Kurs. Im Mittelpunkt des Orakels steht hier der Apfel. Einmal aufgeschnitten, entscheidet die Position und Anordnung der Apfelkerne über die Zukunft des Fragenden. Liegen die kleinen Kerne in Sternenformen verheißt das ein gutes Jahr. Sind die Apfelkerne hingegen wie ein Kreuz angeordnet, muss mit Pech im kommenden Jahr gerechnet werden.

 

 

Griechenland: der geheimnisvolle Schatz im Brot

Wer in Griechenland mit viel Glück ins nächste Jahr starten möchte, sollte gut auf seine Zähne aufpassen! Denn ob Du im kommenden Jahr Glück oder Pech haben wirst, entscheidet eine ins Brot eingebackene Münze. Der Glückspilz ist derjenige, der das Stück mit der Münze erwischt.

 

Schreibe uns in den Kommentaren, was Deine liebste Silvestertradition ist!

 

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