Pigment- und Altersflecken auf der Haut: Ursache, Entstehung & Heilung der Pigmentstörung

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igmentflecken bekommt man nur im Alter? Pustekuchen! Die Hautverfärbungen betreffen uns alle – von jung bis alt. Welche verschiedenen Formen man unterscheidet, wie Altersflecken und Co. entstehen und welche Produkte und Wirkstoffe helfen, haben wir Dir im Magazinartikel zusammengefasst.

 

Pigmentstörungen können unterschiedlich in Erscheinung treten und die unterschiedlichsten Ursprünge haben. Unsere Expertin Melanie Benker, Head of Research & Development, hat die wichtigsten Fakten und Tipps zur Hauterkrankung „Pigmentflecken“ mit uns geteilt.

 

Sommersprossen und „Café-au-Lait-Fleck“: die unterschiedlichsten Arten der Pigmentstörung

Pigmentfleck ist nicht gleich Pigmentfleck. Vielmehr verbirgt sich hinter dem Begriff eine Vielzahl von Hautveränderungen, welche die unterschiedlichsten Altersgruppen betreffen können. Unter einer Störung der Pigmentierung verbirgt sich die farbliche Veränderung des Hautzustandes. So werden Hautpartien meist braun- oder ockerfarben und heben sich vom restlichen Hautbild farblich deutlich ab.

 

Sommersprossen

Sommersprossen empfinden wir meist als normal, schön und besonders. Dabei handelt es sich bei den kleinen Pünktchen um eine Pigmentierungsstörung. Selbst Kinder können von dieser Hautveränderung schon betroffen sein.

 

Altersflecken

Wie der Name schon sagt, bilden sich Altersflecken häufig im Alter, beziehungsweise im Laufe des Lebens. Die braunen Flecken, die auch rötlich oder ockerfarben sein können, entstehen vor allem an Körperpartien, die viel Licht abbekommen. Hände, Gesicht und Dekolleté sind aus diesem Grund beliebte Stellen für Altersflecken.

 

„Café-au-Lait-Fleck“

Der auch als Nävus pigmentosus bezeichnete Fleck, unterscheidet sich von den anderen Pigmentstörungen dadurch, dass er bereits seit der Geburt vorhanden ist – und auch nicht mehr verblassen wird. Dank der gleichmäßigen, bräunlichen Färbung wird er nach dem französischen Milchkaffee „Café-au-lait“ benannt.

 

Weißfleckenkrankheit

Eine andere Form der Pigmentstörung ist die Weißfleckenkrankheit, auch Vitiligo genannt. Diese Veränderung der Hautfarbe ist sozusagen das Gegenteil des Pigmentflecks, weil an einer bestimmten Stelle der Haut zu wenig Melanin produziert wird. An diesen Partien sind dann weiße Flecken ersichtlich, die deutlich heller als die restliche Haut sind.

 

Wie entstehen Pigmentstörungen?

Pigmentflecken werden durch die erhöhte Aktivität der Melanozyten hervorgerufen. Bei den Melanozyten handelt es sich um Zellen, die das Pigment Melanin herstellen. Je aktiver die Melanozyten sind, desto stärker gefärbt ist unsere Haut.

Melanzoyten enthalten Melanosomen, auch Pigmentkörner genannt, die den Hautfarbstoff Melanin und das Enzym Tyrosinase enthalten. Die Tyrosinase ist entscheidend für die Melaninproduktion und somit für die Pigmentierung der Haut. Melanin filtert das Sonnenlicht und sorgt dafür, dass die schädliche UV-Strahlung nicht in das Innere der Zelle vordringen und dort Schaden nehmen kann. So erklärt sich die natürliche Bräunung der Haut: Wenn viel Melanin in den Melanozyten produziert wird, färbt sich die Haut braun.

Doch wie kommt es nun zu Pigmentflecken? Der entscheidende Unterscheid zwischen der schönen Urlaubsbräune und Pigmentflecken ist die starke UV-Belastung über einen längeren Zeitraum. Die Folge: die Melanozyten bilden ungebremst Melanin und fördern so die Entwicklung von Pigmentflecken an genau den Stellen, an die besonders viel Sonne kommt. Man spricht in diesem Fall von einer Hyperpigmentierung.

 

Frau mit Pigmentflecken und Sommersprossen auf der Schulter schaut in die Kamera

 

Warum bekomme ich plötzlich Pigmentflecken?

Du hattest nie Probleme mit braunen Flecken auf der Haut, plötzlich aber bekommst Du Altersflecken und Sommersprossen? Diese Veränderung ist nichts Ungewöhnliches. Verschiedenste Einflüsse können die Entstehung von bräunlichen Flecken am Körper fördern.

 

UV-Strahlung

Bei erhöhter Sonneneinstrahlung auf die Haut, wird in den Melanozyten besonders viel Melanin produziert. Das Melanin schützt vor der schädlichen UV-Strahlung und kann an bestimmten Stellen Flecken bilden. Diese Flecken sind letztlich als Pigmentflecken für uns ersichtlich.

 

Erbliche Veranlagung

Neben dem starken Einfluss der Sonne, spielt auch die Veranlagung eine beachtliche Rolle bei der Entstehung von Pigmentflecken.

 

Weibliche Hormone

Nimmst Du die Pille oder andere hormonhaltige Präparate zu Dir? Dann können diese ebenfalls die Entstehung von Pigmentflecken fördern. Die in den Medikamenten enthaltenen Östrogene können die Bildung von Pigmenten in den Hautzellen begünstigen.

 

Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft spielen die Hormone verrückt. Das merkt man nicht nur an möglichen Stimmungsschwankungen und Veränderungen des Körpers, sondern gegebenenfalls auch an Pigmentflecken, die sich vermehrt bilden können. Besonders häufig treten diese im Gesicht auf und sind meist dunkler als die gewöhnliche Hyperpigmentierung. Doch alle Schwangeren können aufatmen: Die Veränderung des Hautbilds verschwindet nach der Geburt des Kindes wieder.

 

Arzneimittel

Wenn die Haut empfindlich auf Licht reagiert, dann ist sie auch empfänglicher für Pigmentstörungen. Bestimmte Arzneimittel wie Antibiotika schwächen den natürlichen UV-Schutz der Hautzellen, sodass Pigmentflecken leichter auftreten können. Achte auch bei der Einnahme von Chemotherapeutika und Johanniskrautpräparaten darauf, dass Deine Haut ausreichend vor der Sonne geschützt ist.

 

Erkrankungen

Zahlreiche Erkrankungen können zur Folge haben, dass die Pigmentierung der Haut gestört wird und Pigmentflecken entstehen. Eine Glutenunverträglichkeit, ein Mangel an Folsäure oder B12 sowie Stoffwechselerkrankungen und Tumore können braune Flecken auf der Haut begünstigen. Direkte Einflüsse auf die Haut, wie Verbrennungen, Schuppenflechte, Akne oder Herpes sind weitere Erkrankungen, die das Auftreten von Pigmentflecken fördern können. Meist sind Pigmentflecken harmlos – sie können jedoch auch auf Hautkrebs hinweisen. Gehe daher regelmäßig zu Deinem Hautarzt, um ernsthafte Erkrankungen auszuschließen.

 

Welche Wirkstoffe und Produkte helfen gegen Pigmentflecken?

Du möchtest Altersflecken loswerden? Dann kommen wohl nur Laserbehandlungen oder chemische Peelings bei Experten in Frage.

Für all diejenigen, die von einer radikalen Methode absehen wollen, gibt es Herangehensweisen, wie man Pigmentflecken unter Kontrolle bekommt, ihnen vorbeugt und die Melaninproduktion verlangsamt. Folgende Inhaltsstoffe helfen:

Glycolsäure: Glycolsäure ist äußerst wirksam, wenn es darum geht Hyperpigmentierung zu behandeln. Aus diesem Grund findet sich der Inhaltsstoff in zahlreichen Cremes und Kosmetika. Die Wirksamkeit zeigt sich auch daran, dass die Säure bei Dermatologen für chemische Peelings eingesetzt wird.

 

Produktempfehlung Glycolsäure

 

 

Vitamin-C-Derivate: Vitamin C ist nicht nur für unsere Gesundheit ein Wunder-Vitamin, sondern zeigt sich auch bei der Behandlung von Pigmentstörungen als äußerst effektiv, da es die Melaninsynthese bremst. Vitamin-C-Derivate sind Vitamin C Abkömmlinge und in Kombination mit weiteren Wirkstoffen hilfreich bei Altersflecken und Co.

 

Produktempfehlung Vitamin-C-Derivate

 

 

Sonnenschutz: Ausreichender Sonnenschutz ist das wohl effektivste Mittel gegen vorzeitige Hautalterung. Schädliche UVA- und UVB-Strahlen begünstigen Falten und aber auch die Bildung von Pigmentflecken. Daher solltest Du darauf achten, ausreichenden Sonnenschutz aufzutragen. Du bist ein Sonnencreme-Muffel? Es gibt leichte Sonnenschutz-Seren und Fluide, die in die Haut einziehen ohne zu kleben und zu beschweren, und sich gut mit Make-up kombinieren lassen.

 

Produktempfehlung Sonnenschutz

 

 

Retinoide (Vitamin-A-Derivate): Retinoide – Abkömmlinge des Vitamin A’s – sind bei Hyperpigmentierung hilfreich, da sie die Zellneubildung unterstützen. Jedoch machen Vitamin-A-Derivate die Haut auch zusätzlich lichtempfindlich. Daher ist die oberste Regel: Retinoide am besten nur abends und nur mit ausreichend Lichtschutzfaktor auftragen. Mehr über Retinoide und den Wirkstoff Retinol sowie Regeln, die Du bei der Anwendung beachten musst, liest du im Artikel „Anti-Aging dank RETINOL – Was es ist, was es kann und was Du beachten solltest„.

 

Produktempfehlungen Retinoide

 

 

Niacinamid (Vitamin B3): Das Vitamin B3 hat eine besondere Eigenschaft: Es bremst die Melanin-Synthese und hemmt so die Hyperpigmentierung in den Hautzellen.

 

Produktempfehlungen Niacinamid

 

 

 

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