Beauty History: Die Geschichte des Parfums

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in Geruch erinnert uns an Situationen, Menschen oder Orte. Er kann uns schlagartig in unsere Kindheit zurückversetzen, hat Macht über unser Gemüt und macht jeden Menschen individuell. Kein Wunder, dass Parfum bei vielen zur Routine geworden ist. Wo das Duftwasser herkommt und wie es sich über die Jahrhunderte entwickelt hat, liest Du hier.

 

 

Antike

Bereits vor der Antike verbrennen Menschen Kräuter und Hölzer ihres Duftes wegen und um ihre Götter zu ehren – so entsteht im Laufe der Zeit der Name Parfum, der aus „per fumum“ (= durch Rauch) hervorgeht. Eines der ersten Duftwässerchen im alten Ägypten nennt sich „Kyphi“, welches aus Honig, Wein, Trauben, Myrrhe, Ginster, Safran und Wachholder besteht. Kyphi wird als Trank oder für Einreibungen verwendet. Wohlriechende Substanzen nutzen die Ägypter zur Salbung verstorbener Pharaonen, später macht sich die quicklebendige aristokratische Oberschicht duftende Tinkturen zu eigen. Auch in Indien finden sich Ursprünge des Parfums: Hier werden parfümierte Salben und Öle für Räucherrituale genutzt und indische Frauen verwöhnen Ihre Haut mit Rosenholzöl. Fun-Fact: Das It-Girl des antiken Roms Kleopatra ließ angeblich die Segel ihres Schiffes mit ihrer Lieblings-Duftmischung aus Myrrhe und Sandelholz bestreichen.

 

Mittelalter

Im religiösen Europa des frühen Mittelalters gilt es als verpönt und sittenlos, sich zu parfümieren und Hygiene wird eher klein geschrieben. Mit den Kreuzzügen jedoch kommen wohltuende Düfte sowie das Verfahren des Destillierens aus dem Orient. Dementsprechend wird  zu Hofe gepudert und beduftet, was das Zeug hält. Im Hochmittelalter entsteht zudem das Berufsbild des Parfümeurs. Zu der Zeit von Pest und Cholera glaubt man, Wasser übertrage Krankheiten, weswegen das kühle Nass so gut wie möglich gemieden wird. Daraus resultierende unangenehme Gerüche werden folglich mit Parfum übertönt. Auch Ärzte und Alchimisten gehen davon aus, dass Parfum Krankheitserreger bremst.

 

Neuzeit

Durch Expeditionen und Entdeckungen kommen noch mehr exotische Roh- und Duftstoffe nach Europa. König Louis XV liebt Parfum, Madame Pompadour investiert viel Geld in Duftwässerchen und selbst Napoleon bekennt sich als Liebhaber des berühmten Eau de Cologne. Die Parfumindustrie im französischen Grasse floriert und die Stadt ist bis heute die unangefochtene „Weltmetropole der Düfte“. Vom Adel rutscht das Parfum auch ins Bürgertum und betört die Reichen und Schönen im 19. Jahrhundert. Designer wie Guerlain, Chanel und Yves Saint Laurent kreieren Parfums und faszinieren seine Träger.

 

Heute

Parfums und Düfte gibt es heutzutage in jeder Preisklasse, frei nach dem Motto „es gibt nichts, was es nicht gibt“. Was als Luxusgut begann, kann heute in jedem Drogeriemarkt erworben werden. Was die Duftrichtungen angeht, findet jeder, was das Herz begehrt: von herb über lieblich bis hin zu blumig und frisch, der Duftmarkt gibt mittlerweile eine große Vielfalt her. Dabei sollte besonders beim Kauf des Parfums auf eine gute Qualität geachtet werden.

 

Auf dem Bild ist ein junges, blondes Model zu sehen, dass lächelt und ein Parfum von Flora Mare in der Hand hält. Sie trägt ein weißes T-Shirt und ist leicht verschwommen

 

Was ist der Unterschied zwischen Eau de Parfum, Eau de Toilette und Eau de Cologne?

 

Jedes Parfum ist einzigartig. So können schon kleine Anpassungen in der Konzentration einen Unterschied machen. Die Menge an unverdünnten Duftölen entscheidet, wie sich ein Duftwasser nennen darf:

Eau de Parfum

  • Duftöl-Konzentration von circa 10 bis 14 %
  • Charakter: intensiv, eine kleine Menge reicht
  • Höhere Preisklasse

History Fact: Als 1979 in Frankreich die Luxussteuer erhöht wird, umgingen die Hersteller diese Anhebung, indem sie sich neue Namen für Parfum einfallen ließen.

 

Eau de Toilette

  • Duftöl-Konzentration von circa 6 bis 9 %
  • Charakter: leicht und frisch, kann über den Tag aufgefrischt werden
  • Mittlere Preisklasse

History Fact: Da im Mittelalter der Begriff Hygiene noch nicht existiert und statt sich zu reinigen, Parfum zur Übertünchung von Gerüchen genutzt wird, entsteht der Begriff Eau de Toilette. Düfte werden auf Tücher (frz. toile) gegeben, um das Mobiliar zu schützen.

 

Eau de Cologne

  • Duftöl-Konzentration von circa 3 bis 5 %
  • Charakter: wohltuend und leicht, kann über den Tag aufgefrischt werden
  • Niedrigere Preisklasse

History Fact: Das berühmte Eau de Cologne wird 1709 von dem Italiener Johann Maria Farina in Köln kreiert. Er ist zu seiner Zeit ein beliebter Parfümeur mit hervorragenden Kontakten zu den Königshäusern. Das klassische Eau de Cologne hat übrigens nichts mit dem „4711-Echt Kölnisch Wasser“ zu tun.

 

Unsere Parfums für einen betörenden Duft

 

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