Entspannung auf Knopfdruck: 3 Meditations-Apps im Test

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n unserer Online-Redaktion werden fleißig Beauty-Produkte getestet, Videos gedreht oder Texte geschrieben. Sehr gelegen kommen uns dann ab und an Themen, die mit Achtsamkeit und Entspannung zu tun haben. Wir haben für Dich drei Meditations-Apps getestet, um einen Moment im Alltag innezuhalten, den Kopf frei zu bekommen und bei uns anzukommen. Denn – auch wenn es abgedroschen klingt – Schönheit kommt schließlich von innen.

 

Wir haben getestet:

  • Headspace
  • Calm
  • Stop, Breathe & Think

 

Clarissas Erfahrungen mit Headspace

Ich bin totaler Meditations-Neuling und bin völlig ohne Erwartungen und jegliches Vorwissen an das Experiment „Meditations-App“ herangegangen. Ich habe die App Headspace getestet. Schnell aufs Handy geladen, kann es auch schon losgehen. Die App gibt es nur auf Englisch, die Bedienung ist jedoch sehr simpel, sodass auch User, die nicht so fit in der Fremdsprache sind, wissen, worum es geht.

Man hat eine kostenlose, vollständige Version zu Beginn, die 10 Meditations-Sessions beinhaltet. Pro Tag ist je eine Session vorgesehen. Vor einer Sitzung wird gelegentlich eine kleine Animation gezeigt oder ein Gedankenanstoß gegeben, so wird man unbewusst auf die Meditation vorbereitet. Während der Meditation spricht eine ruhige Männerstimme (auf Englisch) und gibt an, was man tun soll – sei es bezogen auf die Atmung, den Körper oder die Gedanken.

Nach jeder Meditation, die 3, 5 oder 10 Minuten dauern kann – je nach Belieben – habe ich mich wie nach einem kleinen Power-Nap gefühlt. Die beruhigende Stimme hat mich, auch wenn ich mal abgeschweift bin, wieder zurückgeholt und ich habe bei meinem kleinen Selbsttest tatsächlich nach wenigen Sessions in kleinen Zügen die Magie der Meditation erfahren dürfen.

Mein Fazit: Ich empfehle die App all denjenigen, die es nicht stört, dass sie durch und durch auf Englisch ist. Abgesehen von der möglichen Sprachbarriere bietet die App jedoch viel mehr als nur etwas Unterstützung beim Meditations-Einstieg. Animationen, Videos, Zitate, Anregungen und eine breite Auswahl an verschiedenen speziellen Sessions gegen Ängste, Stress und mehr.

Pro

  • Genügend kostenlose Meditationen zum Testen
  • Große Vielfalt an Sessions
  • Dauer einer Sitzung frei wählbar, je nach persönlichem Zeitfenster. So muss man auch an stressigen Tagen nicht auf die Meditation verzichten
  • Die Stimme hat auf mich sehr beruhigend und meditativ gewirkt

Contra

  • Die Sprache ist durch und durch Englisch – für mich ist das nicht störend, für andere jedoch schon. Daher empfehle ich: Ausprobieren und selbst testen, ob man damit zurechtkommt
  • Wenn man fleißig testet, sind die kostenlosen Sessions recht schnell aufgebraucht und es wird teuer. Mit 12,99€ pro Monat oder 94,99€ pro Jahr hast du aber die komplette Vielfalt

 

Es sind zwei geöffnete Hände zu sehen, in denen eine gelbe Blume liegt. Manchmal hilft es über einem Bild zu meditieren - oder mit Apps. Wir haben drei Apps für Dich getestet.

 

Lenas Erfahrungen mit Calm

Da ich bereits schon einige Jahre Yoga praktiziere, habe ich Vorwissen, was bewusste Atmung und Meditation in Ruhe und Bewegung angeht. Mich regelmäßig zu Hause hinzusetzen und zu meditieren, konnte ich dennoch nie in meinen Alltag integrieren. Ich testete die App Calm. Bereits den Namen finde ich gelungen – Ruhe können wir schließlich alle ab und zu gebrauchen!

Ich habe die kostenlose Basisversion ausprobiert, man hat aber auch die Möglichkeit, sieben Tage die Komplettvariante ohne Kosten zu testen. Grundsätzlich ist die Premiumversion relativ günstig und ab 35,99 € pro Jahr erhältlich. Einige gesammelte, kostenfreie Meditationen findet man unter „Daily Calm Highlights“ und ebenfalls kostenfrei sind zwei Timer-Tools und eine Atem-Hilfe zum selbstständigen Meditieren. Die meisten geleiteten Meditationen haben jedoch nur eine „Schnupper-Session“ (Tag 1) – die restlichen müssen mit der Komplettversion erworben werden.

Die Stimme der geleiteten Meditationen ist weiblich und spricht auf Englisch. Sie ist sehr beruhigend und hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Sie bereitet auf die Meditation vor, gibt an, was zu tun ist und unter welcher Intention die Meditation steht. Generell gibt es zu vielen Themen geführte Sessions, die oft für sieben Tage oder länger angesetzt sind. Zum Beispiel: Sieben Tage Stressmanagement, sieben Tage Schlaf oder sieben Tage Glücklichsein. Sie sind (kostenpflichtig) in verschiedenen Zeitspannen verfügbar (3-25 Minuten). Außerdem gibt es Bodyscans und Meditationen für Kinder. Zwei schöne Features sind Musik und Schlafgeschichten – hier kannst Du traumhaften (Natur-) Sounds und beruhigenden Geschichten lauschen.

Mein Fazit: Wer die volle Bandbreite an Anleitungen und geführten Meditationen möchte und braucht, sollte sich die kostenpflichtige Version anschaffen. Sie ist super vielfältig und hat schöne und effektvolle Sessions für jede Lebenslage. Wer bereits Erfahrungen hat, kann bei der Basisversion bleiben und die Timer-Funktionen nutzen. Das gilt auch für Einsteiger: Schnuppern und testen geht hier gut und reicht zunächst vollkommen aus.

Pro

  • Atem-Rhythmus-Tool für selbstständiges Meditieren und üben (kostenlos)
  • Meditations-Timer für selbstständiges Meditieren (kostenlos)
  • Entspannungsmusik und Naturgeräusche für verschiedene Bedürfnisse (teilweise kostenlos)
  • Einschlafgeschichten gegen Schlafstörungen (teilweise kostenlos)
  • Drei kostenlose Hintergrund-Sounds, die während der Meditation laufen können
  • Günstiger Jahrespreis

Contra

  • In der kostenlosen Basisversion sind viele Meditationen gesperrt. Die kostenpflichtige Ausführung ist wesentlich vielfältiger
  • Die Sprache ist Englisch – obwohl sie klar und deutlich ist, muss man ihr mächtig sein
  • Die Oberfläche ist ein wenig unübersichtlich, da es so viele Optionen gibt

 

Ninas Erfahrung mit Stop, Breathe & Think

Ich muss gestehen, ich habe mich vor dem Experiment noch nie  mit dem Thema Meditation beschäftigt. Grund dafür ist womöglich die wenige freie Zeit, die ich tatsächlich für mich selbst nutze. Familie, Freunde, Sport, sämtliche Verabredungen und Termine stehen bei mir ganz oben auf der Tagesordnung, wenn ich mal nicht in der Arbeit bin. Deshalb war ich etwas skeptisch gegenüber der Meditations-App und nicht sicher, ob Meditation überhaupt in meinen dynamischen Alltag passt.

Meine Neugier hat mich dann letztlich dazu gebracht, die kostenlose App Stop, Breathe & Think zu installieren und ich habe gleich losgelegt. Zuerst sollte ich meinen Gemütszustand angeben und mich selbst beschreiben. Als Einstieg habe ich das als interessant und angenehm empfunden, da man sich zuerst einmal Gedanken über sich selbst machen musste. Im Anschluss wurden 20 verschiedene Sitzungen, die teilweise bis zu 22 Übungen beinhalten, vorgestellt. Die Auswahl der Sessions ist wirklich groß und deckt verschiedene Bereiche wie Umgang mit Stress, guten Schlaf, Zufriedenheit und vieles mehr ab. Aber auch Meditationsübungen während der Schwangerschaft und für Kinder werden in der App angeboten.

Ich fing mit einer „Einsteiger-Session“ an. Zugegeben: Ich musste mich erst an die ruhige Stimme gewöhnen und anfangs konnte ich mich nur schwer auf die Übungen einlassen. Die Frauenstimme spricht auf Englisch und gibt Anweisungen, was zu tun ist. Am Ende einer Meditation habe ich gemerkt, dass ich entspannter war. Auch wenn ich es nicht schaffte, „richtig“ zu meditieren, hat es gut getan sich bewusst auf die eigene Atmung zu konzentrieren und für eine kurze Zeit dem Alltagsstress zu entfliehen.

Mein Fazit: Mein Interesse an der Meditation wurde durch das Experiment leider nicht geweckt. Trotzdem kann ich die App auf jeden Fall weiterempfehlen. Auch für diejenigen, die sich – genau wie ich – nicht für die typischen „Meditations-Typen“ halten, gibt die App viele schöne Übungen für die verschiedensten Lebenslagen. Die App ist sehr vielseitig und informativ. Außerdem kann man seinen Meditations-Prozess stetig verfolgen und sich über Erfolge freuen.

Pro

  • Große Vielfalt an Meditationen für viele Lebenslagen und Bedürfnisse
  • Guter Aufbau und Anleitung der Sessions auch für Anfänger
  • Meditations-Timer
  • Überblick über den Meditations-Prozess

Contra

  • Teils kostenpflichtige Meditationen
  • Englische Sprache

 

Denke immer daran: Meditation bedeutet für jeden etwas anderes. Solltest Du Dich erst einmal schlau machen wollen, bevor Du mit Meditation startest, lies hier weiter:

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