Chile, Peru & Bolivien – Lateinamerikanische Schönheiten

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ie meisten von uns reisen üblicherweise nach Asien, Australien oder Amerika. Südamerika, sagt man, sei eine Herausforderung. Das ist sie, aber eine wunderschöne. Machu Picchu, Titicacasee, Santiago de Chile – Orte, die wie Musik in den Ohren klingen, sind auf jeden Fall eine Reise wert, betören mit einmaligen Landschaften sowie vielfältiger Kultur und herzlichen Menschen. Und laden zum Wiederkehren ein!

 

Chile

Santiago de Chile

Santiago de Chile ist die Hauptstadt von Chile und eine echte urbane Perle. Sie vereint politische, wirtschaftliche und kulturelle Einrichtungen und ihr Stadtbild ist geprägt von imposanten Hochhäusern sowie einer traditionellen Altstadt. In Santiago kommen Food-Liebhaber, Kunst-Begeisterte und Shopaholics gleichermaßen auf ihre Kosten.

Meine Tipps:

• Fleischgerichte essen im Restaurant Curo de Vaca: unbeschreiblich gut.
• Das Szeneviertel Bellavista: Kunsthandwerkgeschäfte entdecken und flanieren.
• Einkaufen in der Mall Parque Arauco: Luxusläden treffen auf Food Corners – hier findet man alles, was das Shoppingherz begehrt.

Valparaíso

Wer in Santiago de Chile verweilt, sollte auf jeden Fall einen Ausflug in die Hafenstadt Valparaíso mit einplanen. Valparaíso gilt als inoffizielle, kulturelle Hauptstadt von Chile und ihre Altstadt gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Sie ist direkt an die Steilküste auf insgesamt 42 Hügeln gebaut und besticht durch eine bunte, vielfältige Architektur, Graffitikunst sowie durch zahlreiche Restaurants und Cafés. Die Stadt alleine ist bereits eine Sehenswürdigkeit an sich, aber auch zahlreiche Museen und Stadtführungen lohnen sich.

 

Peru

Lima

Von Santiago ging es während meiner Rundreise weiter nach Lima, Peru. Da dies ein eintägiger Zwischenstopp war, konnte ich nur einen Bruchteil der Stadt entdecken. Einen leichten Kulturschock gab es trotzdem. Auch mit vorherigem Wissen, wurde ich dennoch von den Pueblos jóvenes (den „jungen Dörfern“, wie die Armenviertel hier genannt werden), Verwahrlosung und Verkehrschaos überrascht. Lima an sich hat mich nicht in seinen Bann gezogen, jedoch ist die vom spanischen Kolonialismus geprägte Innenstadt ein echtes Must-see. Ein weiteres Highlight war das wunderschön gelegene Museo Larco Herrera, das über die Geschichte der Inkas und peruanische Historie aufklärt.

Cusco

Ein Traum an sich war bereits der Flug von Lima nach Cusco. Der wundervolle und einmalige Blick aus dem Flugzeug auf die Anden und auf die Stadt im Landeanflug, versöhnte mich, nach dem überquellenden Lima, mit Peru. Und nicht umsonst zählt Cusco zur schönsten Stadt Perus. Sie wird auch die „Inka-Stadt“ genannt und ich war sofort verliebt: Wundervolle Kirchen, beeindruckende Kolonialbauten und die historischen Inka-Mauern sind ein Besuch wert. Eine Stadtführung, die Besichtigung berühmter Inka-Ruinen und ein Ausflug ins Urubamba Tal lehrten mich viel über die Kultur und Lebensweise in Peru.

Machu Picchu

Im Panorama-Zug führte mich die Reise weiter nach Machu Picchu – vielmehr als erstes in den Ort Aguas Calientes, der mittlerweile Machu Picchu genannt wird. Hier gibt es außer ein paar Touri-Marktständen leider nicht viel zu sehen. Muss auch nicht sein, denn von dort geht es weiter mit dem Bus zur Inka-Ruinenstadt Machu Picchu. Die Fahrt zu den Ruinen führt über schmale Serpentinen, wo wirklich starke Nerven angesagt sind. Dafür wird man belohnt: Nach einem kurzen Fußmarsch tauchen die mystischen Ruinen auf – einfach atemberaubend. Die verlorene Inka-Stadt birgt so viele Geheimnisse und Geschichten, dass man hierfür einen eigenen Magazinartikel bräuchte. Aber so viel soll gesagt sein: Touristenströme und Selfie-Wahnsinn hin oder her, ein Besuch inklusive Führung, lohnt sich sehr und macht unfassbar viel Spaß.

Tipp: Ein Stückchen auf dem Inka-Trail zum Sonnenstein wandern. Dort hat man einen einmaligen Blick auf Machu Picchu.

 

 

Titicacasee: Isla Flotantes de los Urus, Isla Taquile & Isla del Sol

Auf meiner Südamerikareise jagte ein Highlight das nächste. Via Cusco ging es mit dem Bus auf einen 10-stündigen Tagestrip nach Puno an den legendären Titicacasee. Klingt nach Stress? Keinesfalls! Die Busfahrt führt an diversen Sehenswürdigkeiten vorbei, die ich besichtigen durfte. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich auf dieser Reise ein bisschen Zeit nehmen. Am Ende einer langen Fahrt sieht man ihn dann, den größten und höchstgelegenen See Südamerikas. Mit dem Boot erkundete ich zunächst die schwimmenden Inseln der Urus. Das Volk der Urus lebt hier sehr traditionell auf aus Schilfgras erbauten schwimmenden Inseln. Die Urus haben bestimmte Zeiten, zu denen Touristen die Inseln und die Menschen besuchen dürfen. Auf jeden Fall interessant, dennoch fühlt man sich ein wenig wie ein Eindringling, wenn man dort abgesetzt wird. Sehenswert und traumhaft schön sind die Isla Taquile und die Isla del Sol. Auf der Isla Taquile, die von der Textilherstellung lebt, spinnen übrigens die Männer Stoffe und traditionelle Mützen.

Peru hat mich mit seinem besonderen Licht und dem ein oder anderen flauschigen Alpaka wirklich verzaubert.

 

 

Bolivien

La Paz

Der letzte Stopp meiner Reise war La Paz in Bolivien. Nach einer langen Anfahrt, der ständigen Höhe und dem Trubel der neuen Stadt, war ich froh, dass meine Reise bald vorbei sein würde – und wurde von La Paz überwältigt. Die bolivianische Metropole legt sich eindrucksvoll in das Tal des Rio Choqueyapu. Wohlhabendere Menschen wohnen eher in Richtung Tal, die ärmere Bevölkerung lebt in den höher gelegenen Stadtteilen. Die Vorstadt, die aus Slums entstanden ist, ist mittlerweile eigenständig und nennt sich El Alto. Sehenswert ist hier das Valle de la Luna („Mondtal“). Seine Erosionsformationen erinnern tatsächlich an eine felsige Mondlandschaft. Ansonsten überzeugt La Paz mit seiner eindrucksvollen Architektur, spannenden Märkten und freundlichen Menschen. Übrigens: Sucre ist die Hauptstadt Boliviens, nicht La Paz.

Tipps:

Höhe: Cusco, der Titicacasee und La Paz liegen jeweils in Höhen von über 3000 Metern. Bei vielen kann das Kreislaufprobleme verursachen. Wer damit schlecht zurechtkommt, sollte es ruhig angehen lassen, physische Anstrengungen, Alkohol und Rauchen vermeiden. Traditioneller Coca-Tee wird fast überall angeboten und hilft gut gegen Schwindel. Viel Wasser trinken und einen Tag Akklimatisierung einplanen, bevor das Erkundungs-Programm startet, kann ebenfalls helfen.

In anderen Maßstäben denken: Peru und Bolivien haben immer noch starke wirtschaftliche und soziale Probleme – Umweltschutz steht nicht an erster Stelle. Dementsprechend gehören Müll und Schmutz am Straßenrand zum Alltagsbild.

Auf eine lange Reise vorbereiten: Nach Santiago de Chile sind es mehr als 17 Stunden Flug. Präpariere Dein Handgepäck mit Ohrenstöpsel, Schlafmaske, Nackenkissen und allem, was Du zum Wohlfühlen an Bord brauchst.

Geführte Touren in Peru und Bolivien buchen: Für die Sicherheitsbedürftigen unter uns ist es ratsam, geführte Touren vorab im Reisebüro oder online festzulegen.

Angemessen kleiden: Zwar gibt es keine religiösen Kleidungsvorschriften, dennoch solltest Du freizügige Kleidung aus Respekt vermeiden.

Vorsicht: Wie in jeder großen Stadt, musst Du an Plätzen, wo sich viele Menschen aufhalten, auf Deine Taschen und Wertsachen aufpassen.

Machu Picchu: Wenn Du nicht mit einer Reiseagentur reist, unbedingt die Tickets für Machu Picchu vorab online reservieren – hier ist der Touristenandrang sehr hoch.

Inca Cola: … ist leuchtend gelb und schmeckt so wie sie aussieht. Lieber zu frisch aufgebrühtem Coca-Tee greifen.

 

 

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