Entschleunigung – die Kunst stressfrei durch den Alltag zu gehen

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Meeting. Lunch-Termin. Schon wieder 11 neue E-Mails? Whats-App blinkt auf dem Display. Habe ich heute eigentlich schon Facebook gecheckt? To-Do-Liste. Meeting. Einkaufen. Dinner mit den Freunden. Schlaflosigkeit. Wecker klingelt und das Ganze wieder von vorne. Und zwischendurch die Frage: Was habe ich heute eigentlich für mich getan?

 

Heutzutage stehen wir ständig unter Strom – geschäftlich wie auch privat, meistens in beiden Bereichen gleichzeitig. Von uns wird viel gefordert und wir haben gleichzeitig hohe Ansprüche an uns selbst. Nie waren Selbstoptimierung, Leistungsdruck und Stress so präsent wie aktuell: Wer macht mehr Sport oder Überstunden? Wer hat das perfekte Instagram-Profil? Wer ist am diszipliniertesten, wenn es um gesundes Essen geht? Wer steigt die Karriereleiter ganz nach oben? Nicht umsonst hat sich ein Wort im wahrsten Sinne in unsere Köpfe gebrannt: Burn-out. Aber wo ein Trend zu erkennen ist, gibt es bekanntlich auch eine Gegenbewegung. Achtsamkeit, Entschleunigung und Selbstliebe werden mittlerweile in den sozialen Medien zelebriert und spielen in unserer Gesellschaft eine große Rolle. Wir wollen Dir ein paar Tipps mit auf den Weg geben, wie Du entspannt durch den Alltag kommst.

 

Was Stress mit uns machen kann

Burn-out ist zwar keine medizinische Diagnose, aber ein besorgniserregender Zustand. Er beschreibt eine körperliche und geistige Erschöpfung, das Gefühl des „Ausgebranntseins“ und der Antriebslosigkeit. Viele Symptome überschneiden sich mit denen einer Depression. Gründe für Burn-out können Überforderung, Zeitdruck, Hilflosigkeit, Konflikte, ständige Unterbrechungen des Arbeitsflusses, Angst und Unsicherheit sein. Die Folgen: Erschöpfung, Sinnverlust, Nervosität, Konzentrationsstörungen und Isolation. Hinzu kommen körperliche Symptome wie Rücken- oder Kopfschmerzen sowie Schlaflosigkeit. Burn-out kann sowohl auf beruflichen als auch auf privaten Unstimmigkeiten basieren.

 

 

Tipps zur Entschleunigung

Natürlich ist der Zustand des Burn-outs bereits der Extremfall – jedoch sind immer mehr Menschen gefährdet, daran zu erkranken. Wir möchten Dir deshalb ein paar Strategien ans Herz legen, die Dir das Tempo aus dem Alltag nehmen:

 

Atmen

Klingt komisch, ist aber eine der einfachsten und effektivsten Methoden, um in stressigen Momenten einen kühlen Kopf zu bewahren. Besonders das Ausatmen kommt meistens zu kurz. Merkst Du also, dass Du in einer stressigen Situation bist, nimm Dich kurz raus, schließe die Augen oder schau aus dem Fenster und atme einige Male tief ein und lange aus. Halte die Luft jeweils am Ende des Ein- und Ausatmens für circa vier Sekunden an.

 

Prioritäten setzen und „Nein“ sagen

„Nein“ zu sagen fällt vielen Menschen schwer und ist dabei so wichtig für das eigene Wohlbefinden. Wenn wir immerzu „Ja“ sagen, sind wir schnell überfordert und vergessen, Momente für uns und die eigenen Bedürfnisse zu schaffen. Auch im Job ist es wichtig, seine Aufgaben zu priorisieren, vielleicht an der ein oder anderen Stelle Abstriche zu machen und sich zu vor Augen zu führen, dass man kein Roboter ist und der Tag auch nur zwölf Stunden hat.

 

Pausen machen

Für einen Kaffee, einen kurzen Ratsch mit der Kollegin, einen Spaziergang um den Block oder ein gemütliches Mittagessen sollte doch eigentlich immer Zeit sein, oder? Lass Dich nicht von Deinen Kollegen beeinflussen, die Dir bestimmte Blicke zuwerfen, wenn Du eine Mittagspause machst. Diese ist gesetzlich vorgeschrieben und hilft den Kopf für wenigstens eine halbe Stunde freizubekommen. Das gilt auch für den Alltag zu Hause!

 

Nichtstun, Alleinsein und Stille

Aus dem Fenster schauen, Tagträumen, Stille genießen. Nichtstun und Langeweile können gesund sein und fördern die Kreativität. Genauer gesagt sind Einsamkeit und Ruhe der Schlüssel zur Kreativität. Der Autor Frank Berzbach sagt in seinem Buch „Die Kunst ein kreatives Leben zu führen“, dass Reizüberflutung und Informationsflut, zum Beispiel in Social Media, für Zerstreuung sorgen und Großraumbüros „Gift für kreative Lebewesen“ sind. Gönn Dir in Deinem Alltag Momente der Stille, mach mal etwas alleine und streiche Termine für herrliche Langeweile.

 

Nicht perfekt sein und auch mal über sich selbst lachen

Der Drang zum Perfektionismus und der Wunsch nach Anerkennung können ebenfalls Auslöser für Stress sein. Im Grunde gilt aber: Lache über Dich selbst, mache Fehler und mache es beim nächsten Mal besser. Schaff Dir lieber ein paar Lachfalten an, anstelle von Sorgenfalten durch verbissenen Ehrgeiz.

 

Mit Ritualen Energie tanken

Ich persönlich nutze vor allem die Wochenenden bewusst, um den ganzen Stress aus der Woche auszugleichen. Ausschlafen, sich Zeit nehmen und vor allem mir nicht zu viel vorzunehmen, sind meine Überlebensstrategien. Eines meiner wichtigsten Rituale ist, am Sonntag einen Wellness-Vormittag einzulegen. Ich dusche lange, verwende eine Haarkur, lege eine Gesichtsmaske auf, mache Maniküre und lese. Hand aufs Herz, wann hast Du Dir das letzte Mal so richtig Zeit für Dich genommen? Natürlich muss jeder wissen, was ihm persönlich guttut: Mache am Wochenende das, wobei Du relaxen kannst. Mache, was Dir Spaß macht, in Deinem Tempo und folge Deinen persönlichen Regeln. Egal, ob Sport, Wellness, Lesen, Freunde treffen oder Wohnungsputz. Wenn Du lernst auf Deine Bedürfnisse zu achten, findest Du bald Deine eigene Entschleunigungs-Strategie.

 

Fazit: Sich Zeit nehmen, Prioritäten setzen, loslassen und es nicht allen recht machen zu wollen – Entschleunigung beginnt im Kopf. Höre auf Dein Herz und denk dran, dass eine der wichtigsten Personen in Deinem Leben Du selbst bist.

 

Buchtipp und Quellenverweis: Frank Berzbach, Die Kunst ein kreatives Leben zu führen. Anregungen zur Achtsamkeit. Verlag Hermann Schmidt Mainz.

 

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